Krankheit ist ein Freund. Sie kommt zu dir, wenn du deinen Weg verloren hast.

Teresa Schuhl

Teresa SchuhlFür viele ist sie die letzte Hoffnung. Wer in Teresa Schuhls Praxis kommt, ist gefangen im Schmerz und oft unheilbar krank. Es ereignet sich dann etwas, was ihre Patienten wie ein Wunder erleben: Teresa Schuhl legt ihnen die Hände auf. Sie betet. Sie heilt. Unzähligen Menschen hat sie bislang geholfen, weil die Heilerin an weibliche Intuition, innere Stärke und an die Gnade göttlicher Energie glaubt. Für alle Frauen, die vergessen haben, dass sie die Königinnen der Welt sind, schreibt Schuhl über ihre Schicksalsschläge, über ihren Weg zu neuem Lebensmut und zu einer selbstbestimmten Weiblichkeit. Es ist nie zu spät, wahre Liebe und Glück zu finden – und sich vor der Heilerin in sich zu verneigen.

Teresa Schuhl - WüstenmädchenEs war ein langer Weg aus Tadschikistan nach Deutschland, aus einem winzigen, traditionellen Dorf in das Gummibärchenland. Anfangs verlor Teresa Schuhl jegliche Orientierung, bis sie körperlich und seelisch am Ende war. Sie bat um Gottes Hilfe und wurde geheilt. Plötzlich erkannte sie den Kern ihrer Bestimmung und den Grund, warum das Leiden zum Leben gehört. Gottes sie heilende Gnade hat ihr Schicksal für immer verändert: Von der Geheilten wird sie zur Heilerin. Teresa Schuhl lebt vor, wie man als Frau der Welt stark und demütig, selbstbewusst und liebevoll begegnen kann. Frau zu sein, bedeutet vor allem, sich seine wahren Stärken – die bedingungslose, angstfreie Liebe und ein intuitives Einfühlungsvermögen – zurückzuerobern. In jeder Frau schlummert eine weise Heilerin. Geweckt wird sie im achtsamen Miteinander, ohne dabei mit männlichen »Qualitäten« wie Dominanz, Aggressivität und Hierarchiebewusstsein zu wetteifern. Frau kann nur gewinnen – wer Teresa Schuhls Lebensgeschichte und Plädoyer an eine neue, gleichberechtigte Weiblichkeit gelesen hat, weiß warum.

Frau Schuhl, täglich strömen Menschen in Ihre Praxis, die von Ihrem Ruf als charismatische Heilerin gehört haben. Was geben Sie diesen Menschen?

Krankheiten erleben die meisten Menschen als Bedrohung. Aber auch wenn es verblüffend klingt: Jede Krankheit ist ein Freund. Sie kommt als Begleiter, wenn wir nicht mehr unseren eigenen Weg gehen, und eröffnet uns die Chance, zu den tiefsten Schichten unseres Selbst zu gelangen. In diesen Tiefen sind verdrängte Verletzungen verborgen, die als körperliche Symptome an die Oberfläche gelangen. Ich helfe den Menschen, diese Verwundungen zu erkennen und zu überwinden.

Das klingt nach einer psychologischen Methode. Oder rechnen Sie sich als Heilerin zu den Esoterikern?

Ich bin weder Psychologin noch Esoterikerin. Was mich leitet, ist einzig meine Liebe zum Göttlichen und meine darin wurzelnde Intuition. Ich lege den Menschen die Hand auf – die älteste Heilkunst der Welt. Oft zeigen sich mir dann spontan die Themen und Ereignisse, die die Menschen krank gemacht haben. Und ich bete mit den Patienten.

Was passiert dabei?

Es hat eine erlösende Wirkung. Manchmal sage ich: »Ich kann deine Bürde nicht tragen, aber ich kann dich tragen.« Viele weinen dann, weil sie sich von ihrer Last befreit fühlen. Die körperliche Heilung ist jedoch nur ein Nebenaspekt. Viel wichtiger ist, den Sinn der Krankheit zu erkennen und zu verstehen. Der Königsweg besteht darin, Frieden mit sich selbst zu machen.

Welche Rolle spielt der Glaube an Gott in Ihrem Leben?

Die größte und wichtigste. Gott ist es, dessen Energie und dessen Liebe ich fühle und weitergebe. Je mehr ich zu meinem wahren Kern gelangte, umso mehr wuchs in mir die Gabe des Heilens.

Ihr Buch heißt »Wüstenmädchen«. Wie kam es zu diesem Titel?

Ich wurde in der Steppe Zentralasiens geboren. Dieses Land hat mich stark geprägt: Ich wuchs in großer Freiheit auf – ein wildes Mädchen, das den ganzen Tag draußen war und oft durch das unwegsame Gebirge streifte. Ein Wüstenmädchen eben. Nach der Umsiedlung nach Deutschland musste ich ganz andere Wüsten durchwandern: Entwurzelung, Verunsicherung, emotionale Kälte. Ich habe die Wüsten des Lebens kennengelernt, die seelischen Entbehrungen, den Durst nach Liebe. Das hilft mir heute bei meiner Arbeit.

Was kann man aus Ihrem Buch für das eigene Leben mitnehmen?

Ich habe das Buch geschrieben mit dem Impuls, den Lesern einen neuen Blick auf ihr Leben zu eröffnen. Deshalb erzähle ich sehr off en von meinen Irrwegen und Krankheiten, die mich viele Jahre lang in Bann hielten. Und ich erzähle, wie ich meine innere Freiheit fand, in der Liebe Gottes und in der Liebe zu den Menschen. Jeden Tag sehe ich in meiner Praxis Menschen, die zusammenbrechen, weil sie keinen Zugang zu ihrer Seele und zu ihren Gefühlen haben. Doch es gibt einen Ausweg.

Wenn Du Dich selber kennenlernen möchtest, musst Du in Deine Tiefen hinabsteigen.

Teresa Schuhl