Bewusstsein - die neue Medizin

„Die Spitzentechnologie der modernen Medizin ist dabei sich in Bereiche zu entwickeln, die man noch vor wenigen Jahren als Science-Fiction verstanden hätte. Andererseits ist der Grenzbereich von Spiritualität und Bewusstsein in den Blickpunkt der Forschung geraten; von hier aus öffnet sich ein Zugang zu den heilenden Kräften, die ein Kranker in sich oder ein verständnisvoller Heiler in ihm aktivieren kann. Zahllose, ganze Bibliotheken füllende Untersuchungen und Erhebungen zum Erfolg des „Geistigen Heilens“ bestätigen: es gibt Heilungsverläufe, die sich offenbar über unsere bisherigen Vorstellungen von den Kausalitäten und Abläufen einer Krankheit hinwegsetzen.“

Die heutige Biophysik zeigt uns, dass unser Bewusstsein, unsere Gedanken und Emotionen, kurz unser Geist in der Lage ist Materie zu verändern und zu beeinflussen, so auch die Zellen des menschlichen Körpers. Das ist keineswegs frommes Wunschdenken. Untersuchungsergebnisse weltbekannter Forscher belegen das seit mehr als zwanzig Jahren. Wer das nicht anerkennt, hat sich einfach nicht informiert.

Die ganze rein materialistische Basis unserer westlichen Kultur und unserer heute oft noch gültigen Medizinsysteme muss sich längst hinterfragen lassen. Denn schon die Naturwissenschaft des 20. Jahrhunderts (v.a. die Quantenphysik) machte es unausweichlich, Geistigkeit und Wissenschaft auf vollkommen neue Art zu verknüpfen. Diese neue Naturwissenschaft erkannte alle Materie als Schwingung und alle Schwingung als Energie und bestätigte so den Zusammenhang aller Bestandteile der Materie und des Geistes.Denn inzwischen wissen wir, dass nicht nur wir Menschen, sondern die gesamte universumweite Schöpfung durch ein einziges umfassendes Energiesystem miteinander verbunden sind. Insofern ist all das, was wir den Geist des Menschen nennen, sind seine Gedanken und Emotionen, seine Hoffnungen, Wünsche und Prägungen, seine persönliche Geschichte, seine Veranlagung, seine Lebensängste ebenso wie seine Todesangst, sein Glaube und sein gesamtes Bewusstsein Lebensbestandteil seines Körpers und seiner Seele. Die Vorstellung vom Menschen als Maschine, eine Irrlehre, die mehrere Jahrhunderte das Abendland beherrschte (und nur zögernd aus dem Bewusstsein der Menschen verschwindet), wurde bestimmendes Bild vieler Generationen von Forschern in den mordernen Naturwissenschaften und ihrem Kind, der modernen Medizin.

Diese akademische Medizin jedoch, die sogenannte Schulmedizin, versteht Krankheit häufig noch als Folge von Defekten im Körper, die es zu beheben gilt. Des Menschen Geist, seine Psyche, seine Lebensenergie kommen in dieser Auffassung überhaupt nicht vor, und so erklärt sich, warum das Konzept einer rein naturwissenschaftlichen Medizin nicht aufgehen konnte und kann, denn Körper und Geist sind nicht voneinander zu trennen. Und Heilung kann man eben auch heute nicht lediglich als Symptombeseitigung verstehen.

Insofern dürfen wir also im Interesse unserer Kranken nicht glauben, dass wir ihre scheinbar rein körperlichen Krankheiten von den Verletzungen und dem Leid ihrer Seelen und ihrer Psyche abtrennen und isoliert behandeln dürfen.
Ebenso kann es nicht zutreffen, dass sich nur mit einer rein symptombezogenen, pharmagestützten Medizin, mit chirurgischen Eingriffen und Bestrahlungen die heutigen Krankheiten umfassend heilen lassen.
In eine zeitgemäße Auffassung von Krankheit und Heilung muss wieder die Einsicht einziehen, dass der Mensch eine Einheit aus Körper, Geist, Seele und göttlichem Urgrund ist. Die grundlegende Verbindung des Selbst mit einer höchsten Ordnung oder Macht, die Suche nach dem existenziellen Sinn des Lebens, das, was wir Spiritualität nennen, war seit Menschengedenken eine bestimmende Dimension der Medizin, bei den ägyptischen Priesterärzten ebenso wie in der Medizin des Hippokrates und bei Paracelsus, dem großen Arzt der beginnenden Neuzeit.

Inzwischen entdecken Ärzte und Patienten Glaube und Hoffnung und die zentrale Stellung des Geistes wieder neu. Viele erkennen, dass all dies zum Heilungsprozess dazu gehört. Spiritualität heißt Geistigkeit, auf das Geistige bezogen sein. „‘Spiritual Care‘, unter diesem Namen werden neue Lehrstühle eingerichtet, zum Beispiel an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Mittelpunkt steht gar nicht die Religion, diese ist nur eine mögliche Ressource zur Bewältigung von Krankheit und Angst, ebenso wie Werte im Leben oder bestimmte Rituale…“ 1. (von der focus-online-Autorin Petra Thorbrietz, Kolumne Thorbrietz Diagnosen, 3.121.2009.

Schon 2001 erschien in der seriösen „Medical Post“ (USA, 9.1.2001) ein Artikel mit der Aussage, zu wenig Spiritualität des Menschen fordere ebenso viele Menschenleben wie das Rauchen. Später lesen wir: Spiritualität verlängert die Lebensdauer, reduziert das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen, senkt den Blutdruck, fördert einen gesunden Lebensstil, lässt Depressionen weniger schwer ablaufen und lässt den Menschen auch unter ärgstem Stress gelassener bleiben (Harald G. Koenig im „Handbook of Religion and Health“, in dem er 1000 Studien über das Heilen mit Bewusstsein und Spiritualität zusammenfasst. Er leitet seit 2005 das „Center for Spirituality, Theologie an Health an der Duke Unversity, North Carolina, USA).
Denn nur mit Spiritualität können wir der Angst beikommen, die oft mit Krankheit verbunden ist – Angst vor Verlust der Leistungsfähigkeit im Beruf, Angst vor Verlust unseres Platzes in der Gesellschaft, manchmal auch Angst vor dem Ende unseres Lebens. Wir können zwar die Angst mit Antidepressiva betäuben, aber damit haben wir sie nicht aufgelöst. Sie nagt weiter und hartnäckig an unserer Lebensenergie, die wir doch so dringend brauchen, um gesund zu werden.
Und, manchmal, führt uns die Spiritualität zurück zu einer Besinnung auf unsere göttlichen Wurzeln, die wir durchaus verstehen können auch ohne Bindung an Konfession oder ein bestimmtes Religionssystem. Am Boden der Krankheit, und das heißt oft auch am Grunde unseres Lebens, spüren wir das Aufgehobensein bei einer Macht, stärker als wir Menschen es sind, einer Macht, die uns immer liebt, auch ohne dass wir den Maßstäben unserer heutigen Leistungsgesellschaft entsprechen, auch ohne dass wir auf der Überholspur des Lebens sind…. schön, stark und erfolgreich.

Das Bewusstsein steht in der Rangordnung alles Seienden ganz oben. Der britische Kernphysiker und Molekularbiologe Jeremy Hayward, Cambridge University, kommt zu dem Schluss, menschliches Bewusstsein sei möglicherweise grundlegender als Raum und Zeit („…dass das Bewusstsein neben Raum, Zeit, Materie und Energie eine der Grundelemente der Welt ist“).

„Die Spitzentechnologie der modernen Medizin ist dabei sich in Bereiche zu entwickeln, die man noch vor wenigen Jahren als Science-Fiction verstanden hätte. Andererseits ist der Grenzbereich von Spiritualität und Bewusstsein in den Blickpunkt der Forschung geraten; von hier aus öffnet sich ein Zugang zu den heilenden Kräften, die ein Kranker in sich oder ein liebevoller Heiler in ihm aktivieren kann.“ Zahllose, ganze Bibliotheken füllende Untersuchungen und Erhebungen zum Erfolg des „Geistigen Heilens“ bestätigen: es gibt Heilungsverläufe, die sich offenbar über unsere bisherigen Vorstellungen von den Kausalitäten und Abläufen einer Krankheit hinwegsetzen.
Denn „die Symptome unserer Krankheiten sind nur der Rauch, der über dem brennenden Haus steht, d.h. über unserem nicht mehr intakten Leben, unserem Wertesystem und unserem sozialen Umfeld im weitesten Sinne.“ (W. Bittscheidt, „vom Geist des Heilens – die Rückkehr der Ganzheit“ , Scorpio 2016).

Nach all dem: Kann sich wohl unsere ganze „moderne“ abendländische Medizin leisten, auf das Heilen aus der Kraft des Bewusstseins zu verzichten, auf das Heilen aus der Kraft des Geistes, aus der Kraft der liebenden Zuwendung und der menschlichen Anteilnahme? Vieltausendfache Erfahrungen zeigen, dass eine solche, auf liebende Zuwendung aufbauende, „geistige“ Heilweise eine nicht nur sinnvolle, sondern oft auch not - wendige Ergänzung unserer konventionellen Therapiemethoden sein bzw. werden muss.